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Brenzregion

Die Brenzregion: Besonderheiten

Die Brenzregion liegt im Nationalen Geopark Schwäbische Alb und verfügt über zahlreiche geologische und archäologische Besonderheiten.

Mit den Meteorkratern, versteinerten Korallenriffen des Jurameeres und weiteren Zeitzeugen der Urmeere wird hier Erdgeschichte für Besucher zum Erlebnis gemacht. Touristen treffen auf Eiszeithöhlen, in welchen die ältesten Kunstplastiken der Menschheit entdeckt wurden und können anhand bedeutender Fundstätten der Alemannen, Kelten und Römer die Besiedlungsgeschichte des süddeutschen Raumes erkunden.

Die naturnahe Landschaft, geprägt von Wäldern, Wiesen und Wacholderheiden mit bizarren Felsformationen lädt zum Wandern, Radfahren, Inline-Skating und Reiten ein.



Abenteuer Archäologie: Kulturgeschichtliche Fundstätten am Westrand des Rieses

Im Mittelpunkt stehen die keltischen Befestigungsanlagen auf dem Zeugenberg Ipf bei Bopfingen sowie die prähistorischen Höhensiedlungen am Goldberg. Die große Ausdehnung der Befestigungsanlagen auf dem Ipf und die Ergebnisse verschiedener Ausgrabungen in Großgrabhügeln und Hofanlagen der nächsten Umgebung stärken die Vermutung, dass der Berg während der älteren Eisenzeit ein keltischer Fürstensitz war. Der Archäologische Weg "Vom Ipf zum Goldberg" verbindet die Fundstätten dieser prähistorischen Kulturlandschaft, welche zu den bedeutendsten Europas gehört.

Auf den Spuren der Römer : der obergermanische-rätische Limes

In Norden der Brenzregion liegen einige sehr bedeutende archäologische Fundstätten aus der römischen Epoche mit dem Unesco Welterbe Limes. Es handelt sich um den obergermanischen - rätischen Limes von Rheinbrohl/Bad Hönningen am Rhein bis Regensburg an der Donau. u.A. wurde bei Rainau- Dalkingen ein Limestor freigelegt. Dieses Tor ist am gesamten Limes zwischen Rhein und Donau bisher ohne Parallele. Die Funde aus der römischen Epoche zeigen eindrucksvoll, dass das Gebiet zu den wichtigsten Besiedlungszentren Europas zählte.

Abenteuer Erdgeschichte: Gerstetter Alb und Steinheimer Becken

Foto: Steinheimer Becken , Geyer Luftbild

Das Steinheimer Becken ist das Relikt eines Kraters, der vor rund 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden ist. Im "Meteorkrater Museum" in Steinheim sind Informationen zur Entstehung des Kraters eindrucksvoll dargestellt.
Auf den Äckern rund um Gerstetten finden sich Zeugen eines Riffes, das vor 145 Millionen Jahren im Jurameer bestand. Die schönsten Fundstücke versteinerter Korallen, Seeigel und Schwämme sind im Riffmuseum im Bahnhof Gerstetten ausgestellt. Auch das Wental und das Felsenmeer zwischen Bartholomä und Steinheim zeigen mit ihren bizarren Felsformationen die Kraft des Wassers des Jurameers und des Wasserlaufes, Wedel. Bei der Ortschaft Heldenfingen kann ein fossiles Brandungskliff des Molassemeeres besichtigt werden. Eine landschaftliche Besonderheit ist der Hungerbrunnen im gleichnamigen Tal. Abgerundet wird das touristische Angebot durch die Dampf- und Touristikzugfahrten der Museumsbahn Amstetten-Gerstetten.

Brenztal: zentrale touristische Achse

Der Brenztalradweg RadoRado und dessen Themenschleifen verknüpfen die unterschiedlichen touristischen Schwerpunkte der Brenzregion miteinander. Zur Auswahl stehen sowohl die Mammut Genießer Touren als auch die kleineren, feineren AlbGenusstoren. Die BrenzTour erstreckt sich durch das gesamte Brenztal vom Quelltopf der Brenz in Königsbronn bis zur Mündung in die Donau bei Lauingen. Besondere touristische Sehenswürdigkeiten im Brenztal sind u. a. Brenzursprung, Itzelberger See, Schloss Hellenstein, Eselsburger Tal, Kloster Anhausen, Kloster Herbrechtingen, Margarete-Steiff-Museum Giengen, Schloss Brenz, Galluskirche Brenz. Die Themenschleifen führen in den Meteorkrater "Steinheimer Becken", aufs "Gastliche Härtsfeld", ins Lonetal und zum Heldenfinger Kliff.

Eiszeithöhlen im Lonetal

Das Lonetal ist weithin als landschaftlich ausgesprochen reizvolles Rad- und Wandergebiet bekannt. Es beherbergt die einmaligen Eiszeithöhlen, in denen die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden wurden. Diese Höhlen reihen sich wie eine Perlenkette entlang des Themenpfades Lonetal an. Der Lonetalpfad beginnt in Amstetten (Station der Museumsbahn Amstetten-Gerstetten), im Trockental der Urlone und erstreckt sich über Urspring (Quelltopf der Lone), das gesamte Lonetal und Teile des Hürbetals bis nach Hürben. Bei der Charlottenhöhle in Hürben ist in der vergangenen Förderperiode, LEADER+, das Höhleninformationszentrum eingerichtet worden.

Gastliches Härtsfeld: Natur und Kultur aktiv erleben

Wer Radfahren oder Wandern möchte findet auf dem Gastlichen Härtsfeld ein aktives Natur- und Kulturerlebnis. Der Härtsfeldrundweg führt an zahlreichen Burgen, Schlössern und barocken Dorfkirchen vorbei. Dazwischen kann man Wegstrecken durch wertvolle Wacholderheiden, Trockentäler, Naturschutzgebiete und stille Wälder genießen. Besondere Sehenswürdigkeiten stellen die spätbarocke Abteikirche des Klosters Neresheim, die spätbarocke Dorfkirche in Dischingen, die Burg Katzenstein, das Schloss Taxis, die Museumsbahn "Härtsfeld - Schättere" und das Korallenmuseum Nattheim dar.

Trinkwasserreservoir Schwäbische Alb

Obwohl von Wassermangel geprägt, ist die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb ein riesiger Trinkwasser-Speicher. Auf der Jurahochfläche fließt das Niederschlagswasser nicht oberirdisch in Flusstälern, sondern in unterirdischen Flusshöhlen ab. An der Oberfläche sind landschaftliche Besonderheiten, wie Trockentäler, Dolinen, Halbtrockenrasen und Wacholderheiden das Ergebnis. Im Untergrund bildet die Schwäbische Alb mit zahlreichen Höhlen und Klüften ein riesiges Trinkwasserreservoir. In Karstquellen und eindrucksvollen Quelltöpfen tritt das wertvolle Nass mit Schüttungen von mehreren Hundert Litern in der Sekunde zutage. Auch das Donauried ist ein Landesweit bedeutendes Trinkwassergewinnungsgebiet. Das Lebenselement Wasser ist ein charakteristischer Rohstoff der Brenzregion, welcher neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung auch die geologischen und ökologischen Besonderheiten der Region optimal widerspiegelt.




Gebietskulisse
Hier können Sie einen Überblick über das Gebiet der Brenzregion gewinnen.

Gebietskarte Brenzregion