Bereits zum dritten Mal ist es den Verantwortlichen im Landkreis Heidenheim sowie im nördlichen Alb-Donau-Kreis gelungen, gemeinsam mit den Landfrauenverbänden den Zuschlag für das Strukturförderprogramm LEADER der Europäischen Union (EU) sowie des Landes BadenWürttemberg zu erhalten. Verbunden damit ist der Zugang zu Fördergeldern in Höhe von bis zu 4,5 Mio. Euro, die es bis 2020 in Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Raumes umzu- setzen gilt. Nachdem in der konstituierenden Sitzung am 23. März der Startschuss für die wei- tere Arbeit der Aktionsgruppe Brenzregion fiel wurde nun auch der Verein zur Regionalent- wicklung gegründet.

Die Gruppe hatte sich schon im März darauf geeinigt, dass die strategische Ausrichtung der Leader Aktionsgruppe Brenzregion einem Verein obliegt, das operative Geschäft aber beim Regionalmanagement im Landratsamt Heidenheim verbleiben wird.

Im Rahmen der Gründungsversammlung des Vereins Regionalentwicklung Brenzregion wurde Landrat Thomas Reinhardt nun als Vorsitzender der Aktionsgruppe gewählt. Den stellvertretenden Vorsitz übernehmen Theodor Nusser, Geschäftsführer beim Wasser- und Bodenverband Donauried, und Renate Wolf, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Ulm. Sonja Winkler, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Heidenheim, wurde zur Schatzmeisterin gewählt. Die Künstlerin Andrea Neumayer wird Beisitzerin. Außerdem übernehmen Bürgermeister Karl Häcker (Rammingen) und Anita Miller, Vorsitzende des Familienzentrums Herbrechtingen, die Kassenprüfung.

Die Mitglieder des Vereins repräsentieren eine ausgewogene, alle Bereiche und soziale Gruppen vertretende Zusammensetzung und stellen damit die Berücksichtigung aller lokalen Interessen der Brenzregion sicher. Dabei sind die sogenannten Wirtschafts- und Sozialpartner mehrheitlich (78%) vertreten. Zu den WiSo- Partnern zählen Vertreter der Themenfelder Natur und Umwelt, Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft, Soziales, Jugendliche, Senioren und Frauen. 22% der Mitglieder sind Vertreter von Kreisen und Kommunen. Damit spiegelt das Entscheidungsgremium den Stellenwert der unterschiedlichen Themen des Regionalen Entwicklungskonzeptes wider.
„Die organisatorischen Voraussetzungen sind erfüllt, sobald die Förderrichtlinie freigegeben ist, können wir aktiv mit der Projektarbeit starten“, so Aktionsgruppenvorsitzender Landrat Thomas Reinhardt.

Wie Geschäftsstellenleiterin Hester Rapp-van der Kooij berichtete, können aufgrund der noch nicht freigegebenen Fördergelder zwar derzeit noch keine Einzelprojekte beschlossen und bewilligt werden doch interessierte Projektträger können sich bereits an die Geschäftsstelle wenden und sich über eine mögliche Vorbereitung ihres Projekts informieren. Sobald Projektanträge eingereicht werden können, werde dies über die Presse und im Internet unter www.brenzregion.de veröffentlicht. Die Bandbreite an Maßnahmen ist dabei größer als in den vorherigen LEADER- Phasen. So können aktuell etwa Maßnahmen aus den Bereichen Kunst und Kultur umgesetzt werden. Weitere Schwerpunkte in der Brenzregion sind zudem die Maßnahmenbereiche Lebensqualität sowie Kultur- und Naturerbe aber auch Qualifizierungs- und Frauenprojekte.

Die nächste Sitzung der Gruppe wird voraussichtlich im Herbst stattfinden. In dieser Sitzung sollen – wenn bis dahin möglich – bereits die ersten Projekte beschlossen und es soll mit der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzepts begonnen werden.

INFO:Mit dem Programm LEADER fördern die EU und das Land Baden-Württemberg innovative Projekte zur Stärkung des ländlichen Raumes. Die Brenzregion erhält schon seit dem Jahr 2000 Fördergelder aus dem Programm LEADER und hat mittlerweile knapp 200 Projekte umgesetzt. Die Brenzregion wurde am 7. Januar 2015 als eine von 18 LEADER-Gruppen im Land Baden Württemberg für die LEADER-Förderphase 2014-2020 ausgewählt. Das Fördergebiet Brenzregion umfasst große Teile des Landkreises Heidenheim sowie Teile des nördlichen Alb-Donau-Kreises. (Verwaltungsverband Langenau). Unter dem Motto „Zukunft lebenswert gestalten mit Kompetenz und Innovation“ wollen der Alb-Donau-Kreis und der Kreis Heidenheim sowie die Landfrauenverbände Ulm und Heidenheim die erfolgreiche LEADER-Arbeit der beiden vergangenen Perioden gemeinsam fortsetzen und weiter- entwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie bei der LEADER-Geschäftsstelle Brenzregion unter der Telefonnummer 07321 321-2494 oder im Internet unter www.brenzregion.de.
Die Vereinsmitglieder des neu gegründeten Vereins „Regionalentwicklung Brenzregion e.V.“ bei ihrer Gründungsversammlung. Ganz Links: Geschäftsführerin Hester Rapp- van der Kooij; in der Mitte die Vorstände Renate Wolf und Sonja Winkler der Landfrauenverbände Ulm und Heidenheim und von rechts Land- rat Thomas Reinhardt (Heidenheim), ELB Heiner Scheffold (Alb-Donau- Kreis) und Bürgermeister Mangold (Stadt Langenau)

Die Vereinsmitglieder des neu gegründeten Vereins „Regionalentwicklung Brenzregion e.V.“
bei ihrer Gründungsversammlung. Ganz Links: Geschäftsführerin Hester Rapp- van der Kooij; in der Mitte die Vorstände Renate Wolf und Sonja Winkler der Landfrauenverbände Ulm und Heidenheim und von rechts Landrat Thomas Reinhardt (Heidenheim), ELB Heiner Scheffold (Alb-Donau- Kreis) und Bürgermeister Mangold (Stadt Langenau)

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die

Geschäftsstelle LEADER Brenzregion im Landratsamt Heidenheim
Frau Hester Rapp- van der Kooij Felsenstraße 36

89518 Heidenheim

Telefon: 07321 321-2494
Fax: 07321 321-2489
E-Mail: leader@landkreis-heidenheim.de oder h.rapp@landkreis-heidenheim.de